Denk mal fürs Denkmal

Mit dem Stand zum Jahr 2020 gibt es in Deutschland rund 1 Million Denkmäler. Beim Statistische Bundesamt (Destatis) sind anhand von Angaben der Landesämter für Denkmalpflege dokumentiert, dass es sich hier bei 63 % der Fälle um Baudenkmäler handelt. Diese setzen sich sich aus Einzelbau- und Gartendenkmälern sowie Denkmalbereichen (Ensembles) zusammen.

Denkmäler sind Fenster in die Vergangenheit. Sie geben Aufschluss über Lebensverhältnisse, technischen Fortschritt und ästhetisches Empfinden der Menschen von früheren Zeiten bis heute.
Nach dem Denkmalschutzgesetz sind Denkmäler zu schützen, zu pflegen und sinnvoll zu nutzen. 

Was sind die weiteren Voraussetzungen einer Förderung in NRW (stand 01/2021)?

  • Das zu fördernde Objekt muss endgültig gemäß § 3 DSchG NRW in die Denkmalliste eingetragen sein oder dessen vorläufiger Schutz gemäß § 4 DSchG NRW wurde angeordnet und die endgültige Unterschutzstellung wird bis zum Abschluss der Maßnahme voraussichtlich erfolgen. 
  • Maßnahmen der wissenschaftlichen Erforschung sowie kommunale Maßnahmen der Denkmalerfassung und der Präsentation müssen grundsätzlich entsprechende Objekte beinhalten oder der Vorbereitung einer Entscheidung nach dem DSchG NRW dienen.
  • Bei Baumaßnahmen muss eine Erlaubnis nach § 9 DSchG NRW der zuständigen Unteren Denkmalbehörde bzw. eine Baugenehmigung unter Beteiligung der Denkmalbehörde erteilt sein und dem Antrag beiliegen.
  • Die zur Förderung vorgesehene Maßnahme darf noch nicht begonnen worden sein. Das bedeutet, dass vor Erhalt eines Zuwendungsbescheides keine Aufträge erteilt werden dürfen. Bauuntersuchungen, Planungen, Ingenieurleistungen, Gutachten und auch partielle Freilegungen zur Vorbereitung eines Antrages auf Förderung für eine Denkmalpflegemaßnahme gelten nicht als Beginn und dürfen daher im Vorfeld beauftragt und auch durchgeführt werden. Die hierfür entstandenen Kosten können im Antrag mit angegeben und dann nur im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Aufnahme der Maßnahme in das Denkmalförderungsprogramm bezuschusst werden.

Rund um das Thema Denkmalschutzfenster

Bei den Baudenkmälern sind grade aus meiner Sicht die Fenster und Türen die optischen Elemente die dem Baudenkmal Ihren Scharm geben. Gerade hier spielen Material und Proportionen eine große Rolle. Mit natürlichen Materialien lässt sich die Montage der Elemente nach den heutigen Anforderungen bewerkstelligen. 

Viele Ausschreibungen für die Sanierung von Fenstern und Türen im Baudenkmal sind sehr dürftig und unzureichend erstellt. Auch die Sanierungsausführung von Firmen, die nie etwas mit dem Denkmalschutz zu tun haben, können leicht zu unschönen Ergebnissen führen. 

Aus diesem Grund sind Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden gut beraten, die Planung und die Überwachung von solchen Sanierungsmaßnahmen in die Hände von Fachleuten zu geben. 

 

Gerne helfe ich Ihnen bei der Umsetzung Ihrer Sanierungsmaßnahme in Ihrem Baudenkmal.